DTM - überlegener Sieg für Nico Müller beim Samstagsrennen

Tabellenführer Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline gelang im ersten der vier Rennen auf dem Nürburgring ein perfekter Samstag. Am Sonntag überquerte Robin Frijns nur acht Tage nach seinem ersten Triumph in der DTM die Ziellinie erneut als Erster.

Mit seinem vierten Saisonsieg baute der Schweizer Nico Müller am Samstag seinen Vorsprung in der Fahrermeisterschaft auf 43 Punkte aus. Der beste BMW-Pilot liegt nach neun Rennen bereits 124 Punkte zurück. In der Teamwertung behaupten die drei Audi Sport Teams Abt Sportsline, Rosberg und Phoenix die ersten drei Plätze. In der Herstellermeisterschaft steht es im Duell mit BMW bei Halbzeit 614:275 für Audi.

„Perfekte Tage wie heute gibt es in der DTM nur ganz selten“, sagte Nico Müller nach seinem überlegenen Sieg im Samstagsrennen auf dem Nürburgring. Nach einer Bestzeit im Freien Training am Freitag sicherte sich der Audi-Pilot die Pole-Position mit einem Vorsprung von 0,221 Sekunden – für DTM-Verhältnisse eine kleine Welt. Im Rennen setzte sich der Schweizer immer weiter von seinen Verfolgern ab und überquerte die Ziellinie schließlich mit 15,655 Sekunden Vorsprung. Seine schnellste Rennrunde war eine halbe Sekunde schneller als die seiner Gegner. „Heute lief einfach alles für uns“, sagte Müller. „Mein Audi hat sich mega angefühlt. Das Team hat einmal mehr einen schnellen Boxenstopp abgeliefert. Die Strategie war perfekt, und ich konnte meine Reifen im sehr langen zweiten Stint gut managen. Heute dürfen wir uns einfach nur freuen. Danke an Audi und das Team ABT.“

Hinter Nico Müller kam Titelverteidiger René Rast vom Audi Sport Team Rosberg ins Ziel. „Ein zweiter Platz ist kein schlechtes Ergebnis“, sagte der zweimalige DTM-Champion. „Allerdings war der Abstand zu Nico riesengroß. Er fährt im Augenblick einfach in einer anderen Liga. Schon gestern ist er geflogen. Heute war er im Qualifying schnell und auch im Rennen. Er ist irgendwann einfach davongezogen. Ich dagegen musste auch noch gegen Robin (Frijns) kämpfen. Zum Glück hat er sich gedreht, als er versucht hat, mich zu überholen.“

Frijns fiel durch seinen Dreher vom dritten auf den fünften Platz zurück. „Mein Angriff mag im Fernsehen etwas optimistisch und spektakulär ausgesehen haben, aber mir sind zuvor schon ähnliche Überholmanöver gelungen“, sagte Frijns, der für einen kurzen Augenblick sprichwörtlich zum „fliegenden Holländer“ wurde. „Vor dem Boxenstopp konnte ich René überholen. Nach dem Stopp lag ich wieder hinter ihm. Als ich ihn attackiert habe, hat er sich gut verteidigt, und ich musste auf die Randsteine. Dadurch war ich kurzzeitig mit allen vier Rädern in der Luft und habe mich gedreht.“

Am Sonntag hat sich Nico Müller wie am Vortag die Pole-Position gesichert und am Start sofort die Führung vor seinem Teamkollegen übernommen. Das ABT-Duo setzte sich in den ersten Runden scheinbar mühelos vom Rest des Feldes ab und hatte schnell einen komfortablen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger. Doch nach dem Reifenwechsel wurde Müller an der Spitze plötzlich immer langsamer, weil an seinem Auto die Ladelufttemperatur anstieg. „Offenbar ein Sensorproblem“, sagte der Schweizer. „Die Folge war jedenfalls ein ziemlich großer Leistungsverlust, der gegen Rennende immer schlimmer wurde. Ich habe nur gehofft, ins Ziel zu kommen, denn ein Ausfall hätte heute sehr wehgetan. Zum Glück haben wir die Flagge gesehen. Leider war das Rennen zwei, drei Runden zu lang, sonst hätte es sogar noch zu einem Podium gereicht.“

Müller fiel in den letzten Runden hinter René Rast (Audi Sport Team Rosberg), Mike Rockenfeller und Loïc Duval (beide Audi Sport Team Phoenix) zurück, rettete Platz fünf aber knapp vor dem besten BMW von Sheldon van der Linde ins Ziel.

Von Müllers Problemen profitierte jedoch Robin Frijns und überquerte als Erster die Ziellinie. „Der Sieg heute fühlt sich ganz anders an als der in Assen“, sagte der Niederländer. „Du willst eigentlich nicht gewinnen, weil jemand vor dir ein technisches Problem bekommt. Das war heute leider bei Nico (Müller) der Fall. Trotzdem ist es ein Sieg. Ich hatte schon gestern ein schnelles Auto. Heute waren Nico und ich am Anfang gleich schnell. Der Abstand blieb gleich. Nachdem er das Problem bekam und ich ihn überholt habe, war es für mich ganz einfach. Ich konnte mich darauf konzentrieren, meine Reifen zu schonen, und hatte alles unter Kontrolle.“

René Rast beendete das Sonntagsrennen wie schon am Vortag auf Platz zwei. „Auch wenn es wieder nur ein zweiter Platz ist, so ist es doch ein gutes Ergebnis“, sagte der Titelverteidiger. „Positiv ist, dass wir schneller waren als gestern und ich meine Reifen gut managen konnte. Das stimmt mich zuversichtlich für das nächste Wochenende, denn wir wissen jetzt, in welche Richtung wir gehen müssen.“

„Wir hatten nach dem Qualifying heute erstmals in dieser Saison alle sechs Werksautos auf den ersten sechs Startplätzen, das war eine starke Leistung“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Im Rennen lagen fünf Audi vorne, der sechste auf Platz sieben – das ist insgesamt ein sehr gutes Ergebnis und ein toller Start für uns in die zweite Saisonhälfte. Ich freue mich mit Robin über seinen zweiten Sieg in der DTM. Für Nico tat es mir heute leid. Er hatte ein Problem am Auto, das Leistung gekostet hat. Aber er ist ruhig geblieben und hat wertvolle Punkte gesammelt.“

In der Fahrerwertung schrumpfte Nico Müllers Vorsprung auf seinen Teamkollegen Robin Frijns auf 29 Punkte. René Rast liegt weitere 17 Punkte zurück auf Tabellenrang drei. In der Teamwertung baute das Audi Sport Team Abt Sportsline seine Führung weiter aus. In der Herstellermeisterschaft hat Audi nach zehn Rennen 400 Punkte Vorsprung auf BMW und könnte sich den Herstellertitel schon am kommenden Wochenende vorzeitig sichern. Dann stehen auf dem Sprintkurs des Nürburgrings zwei weitere DTM-Rennen auf dem Programm (Samstag und Sonntag jeweils ab 13 Uhr auf SAT.1).

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