DTM
Die Serie
Die DTM 2019 – Start in eine neue Ära

Für die DTM beginnt 2019 eine neue Zeitrechnung. Erstmals setzt die seit 1984 ausgetragene Rennserie ausschließlich auf Turbomotoren. Mit rund 600 PS sind die Autos der neuesten Generation die stärksten DTM-Fahrzeuge aller Zeiten. Das neue Technische Reglement wird zukünftig auch von der japanischen Super-GT-Serie übernommen – was gemeinsame Rennen mit den Herstellern aus Fernost möglich macht.

 

Nach dem Ausstieg von Mercedes-Benz heißt die DTM zudem neben Audi und BMW mit Aston Martin einen neuen Hersteller willkommen. Ebenfalls neu sind Kundenteams wie die belgische WRT-Mannschaft, die zwei Audi RS 5 DTM an den Start bringt.

 

Weitere Reglementsänderungen versprechen noch mehr Spannung. Um das Überholen zu erleichtern, wurde das Drag-Reduction-System (DRS) überarbeitet. Zum Einsatz kommt nun ein etwas breiterer Heckflügel, der nur noch aus einem Profil besteht. Die Fahrer dürfen DRS im Rennen einsetzen, wenn ihr Abstand zum jeweils vorausfahrenden Fahrzeug weniger als drei Sekunden beträgt. In den letzten fünf Runden dürfen alle Fahrer – mit Ausnahme des Führenden – das DRS unabhängig vom Abstand zum Vordermann einsetzen. Für noch mehr Action sorgt zudem das neu eingeführte Push-to-Pass-System. Per Knopfdruck können die Fahrer nun maximal zwölfmal pro Rennen bis zu 30 PS mehr abrufen. Dies dürfte dafür sorgen, dass die Autos auf den längsten Geraden im Kalender die 300-km/h-Marke knacken.

 

Mehr Action gibt es auch bei den Boxenstopps, bei denen nur noch vier statt neun Mechaniker die Reifen wechseln. Zudem wurde der Zeitplan überabeitet. Am Freitag gibt zwei Freie Trainings, am Samstag und Sonntag jeweils ein Qualifying und ein Rennen.

 

ABT Sportsline startet seit der Saison 2000 ohne Unterbrechung in der DTM. In den ersten vier Saisons traten die Kemptener mit dem selbst entwickelten Abt-Audi TT-R als kleines Privatteam gegen die Werksteams von Mercedes und Opel an – und dies mit sensationellem Erfolg: Bereits 2001 gelangen die ersten beiden Siegen, 2002 schaffte ABT-Pilot Laurent Aiello das Unmögliche und gewann den Titel. Seit 2004 startet ABT Sportsline als Audi-Werksmannschaft in der populären Tourenwagen-Serie und hat sich seitdem als eines der absoluten Topteams etabliert. Viermal gewannen die „Äbte“ den Fahrertitel (2004 und 2007 mit Mattias Ekström, 2008 und 2009 mit Timo Scheider), mit insgesamt 55 Siegen und 67 Pole-Positions sind sie das zweiterfolgreichste Team in der langen DTM-Historie.

 

Seit 2018 hat die DTM einen neuen TV-Partner: SAT.1 überträgt die Rennen der populären Tourenwagenserie exklusiv in Deutschland live. Der Start ist samstags und sonntags jeweils um 13:30 Uhr. Nur im englischen Brands Hatch geht es aufgrund der Zeitverschiebung um 14:30 Uhr MESZ los.

Das Auto
Jetzt mit Turbo-Power – Der Audi RS 5 DTM

Die größte Änderung am Audi RS 5 DTM der neuesten Generation gegenüber seinem Vorgänger ist der 2-Liter-Vierzylinder-Turbo-Motor, der den bisherigen 4-Liter-V8-Sauger ersetzt. Durch die Turbos erhält die DTM nicht nur einen verstärkten Bezug zur Serie, in der ähnliche Motoren bei Audi weltweit zu den wichtigsten Verbrennungsaggregaten zählen. Fans und Fahrer dürfen sich auch über rund 100 PS Mehrleistung freuen: Der TFSI-Motor des bei Audi intern „RC8“ bezeichneten Audi RS 5 DTM des Modelljahrs 2019 leistet rund 600 PS. Mit dem erstmals zur Verfügung stehenden Push-to-Pass-System kann die Motorleistung per Knopfdruck kurzfristig um bis zu 30 weitere PS erhöht werden. Zusammen mit dem weiterhin erlaubten Drag-Reduktion-System (DRS) ermöglicht dies noch mehr Überholmanöver.

„Das neue DTM-Auto hat mächtig Bums und geht richtig vorwärts“, schwärmt Audi Sport Team Abt Sportsline-Pilot Nico Müller. „Der Turbomotor schiebt ganz gewaltig an. Wir werden Geschwindigkeiten erleben, wie es sie in der DTM noch nie gegeben hat. Die Mehrleistung ist wirklich spürbar. Die Anforderungen an uns Fahrer werden noch höher. Das Auto sieht auch richtig schnell aus, wenn man an der Strecke steht. Der Sound ist ebenfalls faszinierend. Ich möchte den Turbo auf keinen Fall mehr gegen den alten V8-Sauger eintauschen.“

Komplett neu ist auch die Aerodynamik: Der Heckflügel, der etwas breiter ist und nur noch aus einem Fügelprofil besteht, sowie Unterboden, Front- und Heckdiffusor wurden für die Saison 2019 per Reglement neu definiert. Gleichzeitig haben die Techniker den Vorderwagen an den kompakteren Turbomotor und dessen Kühlbedarf angepasst. Die deutlich geänderte Luftführung im Bereich der Frontpartie lässt den Audi RS 5 DTM vor allem von vorn noch aggressiver wirken als das erfolgreiche Vorgängermodell. Auch wurde das vorgeschriebene Leergewicht der neuen DTM-Fahrzeuge um 50 auf 981 Kilogramm reduziert.

All diese Änderungen sorgen für schnellere Rundenzeiten: Diese können je nach Strecke bis zu drei Sekunden kürzer sein als bisher.

Die Fahrer
Nico Müller

Vor der Saison 2016 wechselte Nico Müller als jüngster Audi-Pilot in das Team von Hans-Jürgen Abt. Der Einstand war furios: Beim Saisonstart in Hockenheim holte Müller den besten Startplatz und mit Platz drei sein erstes Podiumsresultat. Absolutes Highlight war ein Sieg auf dem Norisring, sein erster in der DTM. Nico Müller hält sich mit Radfahren fit. „Bei Kälte auf dem Mountainbike, im Sommer mehr auf dem Rennrad“, erzählt der Schweizer. In der DTM fährt Nico Müller mit der Startnummer 51, die ihm schon im Kartsport Glück brachte. „Mein Cousin hatte früher an seinem Kart die Nummer 50. Als ich sein Teamkollege wurde, war es nur logisch, die 51 zu nehmen“, erzählt der Hobby-Jongleur. Müller ist neben seinen Starts in der DTM auch Test- und Entwicklungsfahrer für das Formel-E-Team Audi Sport ABT Schaeffler.

KARRIERE

2004–2007 Kart

2006  2. Platz Schweizer Kart-Meisterschaft (Kategorie Junior)

2007  1. Platz Bridgestone-Kart-Cup (Kategorie KF3)

2008  5. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 3. Platz Italienische Formel Renault Wintermeisterschaft, bester Rookie

2009  1. Platz Formel Renault 2.0 Schweiz, 11. Platz Formel Renault Eurocup

2010  3. Platz GP3-Serie, bester europäischer Fahrer

2011  4. Platz GP3-Serie

2012 9. Platz World Series by Renault 3.5

2013 5. Platz World Series by Renault 3.5

2014  19. Platz DTM (Audi RS 5 DTM)

2015  21. Platz DTM (Audi RS 5 DTM), 1. Platz 24 Stunden Nürburgring (Audi R8 LMS)

2016  9. Platz DTM (Audi RS 5 DTM), 1 Sieg

2017  12. Platz DTM (Audi RS 5 DTM)

2018  10. Platz DTM (Audi RS 5 DTM), Test- und Entwicklungsfahrer Formel E

Robin Frijns

Robin Frijns stieg Anfang 2018 zum Audi-Werksfahrer in der DTM auf. Für den Niederländer ging damit ein Traum in Erfüllung, der 2015 im GT-Programm von Audi Sport seinen Anfang nahm. Im GT3-Sport beeindruckte der Niederländer seitdem mit zahlreichen Siegen und Titeln. Und auch in der DTM machte Frijns schnell auf sich aufmerksam: Bereits in seiner ersten DTM-Saison gelangen ihm zwei Podestplätze. Neben der DTM startet Frijns 2019 für das Audi-Kundenteam Envision Virgin Racing in der FIA Formel E.

KARRIERE

1999–2008  Kart, Belgischer Kadetten-Meister 2004, Französischer Junior-Meister 2006
2009 3. Platz Formel BMW Europa, Rookie of the Year
2010  1. Platz Formel BMW Europa, 14. Platz Formel Renault Nordeuropa
2011  1. Platz Formel Renault 2.0 Eurocup
2012  1. Platz Formel Renault 3.5, Young Driver Test Formel 1 (Red Bull)
2013  Formel-1-Testfahrer (Sauber), 15. Platz GP2-Serie
2014  Formel-1-Testfahrer (Caterham)
2015  1. Platz Blancpain GT Series (Audi R8 LMS), 2. Platz Blancpain Sprint Series (Audi R8 LMS), 6. Platz Blancpain Endurance Series Pro Cup (Audi R8 LMS)
2016 12. Platz Formel E, 7. Platz Intercontinental GT Challenge (Audi R8 LMS), 10. Platz Blancpain GT Series Sprint Cup (Audi R8 LMS)
2017  13. Platz Formel E, 1. Platz Blancpain GT Series Sprint Cup (Audi R8 LMS), 4. Platz Blancpain GT Series (Audi R8 LMS)
2018  DTM (Audi RS 5 DTM), 1. Platz 12 Stunden Bathurst (Audi R8 LMS)

Meilensteine / Erfolge

2000

Als Privatteam wagt sich ABT Sportsline in das Abenteuer DTM. Der in Rekordzeit in Kempten entwickelte Abt-Audi TT-R hat im ersten Jahr noch keine Chance gegen die werkseitige Konkurrenz von Opel und Mercedes-Benz, avanciert aber schnell zum Liebling der Fans.

2002

Die Sensation ist perfekt: Nach den ersten Siegen in der Saison 2001 gewinnen Laurent Aiello und das Team ABT Sportsline schon im dritten DTM-Jahr den Titel. Der Franzose macht sogar schon ein Rennen vor dem Finale den Sack zu und stürzt den niederländischen Ferienort Zandvoort damit in eine gewaltige Partynacht.

2004

Nach vier „privaten“ Jahren steigt Audi 2004 werkseitig in die DTM ein, ABT Sportsline wird Werksteam. Der Mannschaft gelingt ein traumhaftes Comeback: Mattias Ekström wird Champion, sein Audi Sport Team Abt Sportsline holt den Teamtitel und Audi die Herstellerwertung.

2007

He did it again: Mattias Ekström holt seinen zweiten Titel. Die Zuschauer erleben eine packende Saison: Beim Finale in Hockenheim haben noch drei Piloten Titelchancen, darunter auch Teamkollege Martin Tomczyk. Ein dritter Platz im Rennen reicht Ekström zur Meisterschaft.

2008

Die Saison 2008 steht ganz im Zeichen von ABT Pilot Timo Scheider: Der Deutsche gewinnt in Oschersleben sein erstes DTM-Rennen überhaupt und feiert am Ende der Saison die Meisterschaft. Der Wahl-Österreicher fährt in acht von elf Rennen aufs Podium und holt sich den Titel beim Finale standesgemäß: mit einem Sieg.

2009

Mit dem dritten Titel in Folge schreiben Audi und ABT Sportsline ein Stück Motorsportgeschichte: Ein Hattrick ist zuvor noch keinem anderen Hersteller gelungen. Wieder ist es Timo Scheider, der sich bei einem packenden Showdown in Hockenheim gegen Mercedes-Star Gary Paffett durchsetzt.

2011

Während der ehemalige langjährige ABT Pilot Martin Tomczyk den Fahrertitel gewinnt, feiert ABT Sportsline den Sieg in der Teamwertung: Mattias Ekström und Mike Rockenfeller sorgen mit vier Siegen und drei weiteren Pokalen für ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte.

2014

Zwei DTM-Jahre ohne Sieg spornen ABT Sportsline zu Höchstleistungen an: Mattias Ekström ist nach den ersten vier Läufen nicht mehr aus den Top Drei zu verdrängen und sichert seiner Mannschaft mit Siegen in Zandvoort und beim Finale in Hockenheim den zweiten Gesamtrang in der Fahrer- und der Teamwertung.


2016

Das Audi Sport Team ABT Sportsline ist Teammeister der DTM. Die Teamwertung geht nach 2004, 2007 und 2011 zum vierten Mal an das Audi Sport Team ABT Sportsline mit Edoardo Mortara, Mattias Ekström und Mike Rockenfeller, der den neuen Rallycross-Weltmeister Ekström beim Finale in Hockenheim vertritt. Den Fahrertitel verpasst Mortara trotz fünf Saisonsiegen um vier Punkte nur ganz knapp.

2017

Mit Platz zwei in der Abschlusstabelle verpasst das Audi Sport Team Abt Sportsline nur knapp die Titelverteidigung in der Teamwertung der DTM. Mattias Ekström muss sich in seiner letzten DTM-Saison als Vizechampion im Titelkampf nur um drei Meisterschaftszähler geschlagen geben.
 

Legenden schlafen nie
Es ist das Ende einer Ära: Mattias Ekström

Nach 17 Jahren, 195 Rennen, 23 Siegen und zwei Meistertiteln beendet Werksfahrer Mattias Ekström seine DTM-Karriere. Damit verlässt der bislang erfolgreichste DTM-Pilot von Audi die Rennserie. Ekström konzentriert sich 2018 auf das werksunterstützte Engagement seines Teams EKS in der Rallycross-Weltmeisterschaft. Neu in der DTM-Fahrermannschaft von Audi ist der Niederländer Robin Frijns.

„Es war eine der schwierigsten Entscheidungen, die ich je treffen musste“, sagt Ekström. „Die DTM war lange Zeit mein Leben und auch in Zukunft wird mein Herz immer für die DTM schlagen. Aber ich habe in den vergangenen Jahren auch sehr viel Zeit und Energie in mein Rallycross-Team investiert. Ohne das Doppelprogramm kann ich mich nun wieder voll auf eine Serie konzentrieren und habe wieder mehr Freiraum für meine Familie und meine Kinder. Ich starte weiter für mein eigenes Team und mache in der DTM Platz für einen vielversprechenden Youngster.“

Mattias Ekström begann seine DTM-Laufbahn 2001 mit 22 Jahren im Audi-Kundenteam von ABT Sportsline. 2004 startete er erstmals als Werksfahrer und fuhr auf Anhieb seinen ersten DTM-Titel ein. 2007 folgte Titel Nummer zwei, einen weiteren Gesamtsieg verpasste er in der vergangenen Saison nur knapp. Immer an seiner Seite: Audi Sport, ABT Sportsline und der Partner Red Bull, in dessen HANGAR-7 am Salzburger Flughafen Ekström nun auch seine Entscheidung bekannt gab.

Neben der DTM startet Ekström seit 2014 mit seinem eigenen Team EKS in der Rallycross-WM. Bereits im dritten Jahr sicherte er sich den Weltmeistertitel und schloss die vergangene Saison wie in der DTM als Vizechampion ab. Ekström beschreibt die vergangenen Jahre als doppelten Kraftakt, den der 39-Jährige nicht länger auf sich nehmen möchte. „Mattias hat uns früh darüber informiert, dass er in der Saison 2018 nur noch eine Serie bestreiten möchte“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Natürlich ist Mattias für beide Projekte extrem wertvoll und wichtig. Deshalb ist uns beiden diese Entscheidung auch nicht leicht gefallen.“

Ekström hinterlässt in der DTM-Mannschaft eine Lücke, die dem 26-jährigen Robin Frijns den Aufstieg zum Werksfahrer ermöglicht. Der Niederländer ist seit 2015 im Kundensport für Audi aktiv und stammt aus dem Formelsport. Erste Erfahrung am Steuer eines DTM-Rennwagens von Audi sammelte er bereits 2013 bei einer Nachwuchssichtung in Spanien. „Robin hat schon damals einen starken Eindruck hinterlassen und wir haben ihn seitdem nicht aus den Augen verloren“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Am Steuer des Audi R8 LMS hat er gezeigt, was in ihm steckt, und auch in unserem Formel-E-Simulator leistet er sehr gute Arbeit. Dass man auch als Neuling in der DTM um den Titel kämpfen kann, hat René Rast im vergangenen Jahr bewiesen. Robin hat großes Potenzial und Audi ist für die DTM 2018 fahrerisch sehr gut aufgestellt. Davon sind wir überzeugt.“

Der restliche DTM-Fahrerkader von Audi bleibt wie im Vorjahr: Loïc Duval (F), Jamie Green (GB), Nico Müller (CH), René Rast (D) und Mike Rockenfeller (D) hat der Automobilhersteller als Piloten bestätigt. Mit diesem Team gewann Audi in der Saison 2017 alle drei Titel (Fahrer, Hersteller und Teams).

DTM Rennkalender 2019                                                                                                                                                                        

 

03.- 05. Mai                   Hockenheim (D) 

17.- 19. Mai                   Zolder (BEL) 

07.- 09. Juni                   Misano (I) 

05. - 07. Juli                   Norisring (D) 

19. - 21. Juli                   Assen (NL) 

10.- 11. September         Brands Hatch (GB) 

23.- 25.September          Lausitzring (D) 

13.- 15. September         Nürburgring (D)

04. - 06. Oktober             Hockenheim (D) 

 

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